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Das Werbecontrolling
wurde bisher vernachlässigt, obwohl schon vor über 100 Jahren mit der Äußerung
„Die Hälfte meines Werbebudgets ist zum Fenster hinausgeworfen – ich weiß nur
nicht welche Hälfte“ (Schnettler, J. / Wendt, G. 2001, S. 202) auf diesen
`Notstand´ hingewiesen wurde. Das folgende Beispiel von E.on - als auch Quam
oder letsbuyit.com (Vgl. Hingst, A. 2001, S. 152 ff.)- verdeutlicht, dass das
Werbecontrolling immer wichtiger wird. In Zeiten des immer
stärker werdenden Kostendrucks ist die Kontrolle der Effektivität des
Mediaeinsatzes unerlässlich. Hinzu kommen massive Budgetkürzungen, die das Thema
Mediaeffizienz ebenfalls in den Fokus der Beachtung treten lassen (Vgl. Schulz,
K.-P. 2003, S. 66. ff.).
„Marken wie E.on, Yello oder RWE besitzen inzwischen Bekanntheitswerte, die sich
ohne weiteres mit den führenden Konsumgütermarken messen können. Der Aufbau der
Marken ist somit aus `reiner Markenperspektive´ unbestritten als Erfolg
einzustufen. Allerdings führten die kostspieligen Markenkampagnen in der Regel
nicht zu dem erhofften ökonomischen Erfolg. So konnte etwa E.on mit seiner `Mix-It´-Kampagne
bei geschätzten Werbeausgaben von 22,5 Millionen Euro lediglich 1.100 Neukunden
gewinnen. Dies entspricht Akquisitionskosten von 20.500 Euro pro Neukunde bei
einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 600 Euro je Kunde" (Meffert, H. /
Schröder, J. / Perrey, J. 2002, S. 28 ff.)
Problemstellung
Jedoch steht das Thema Werbecontrolling noch immer auf einem relativ niedrigen
Entwicklungsstand. Bisher wird noch zu wenig Wert auf quantitative und
qualitative Ziel- und Messgrößen gelegt sowie die Effektivität und Effizienz der
Werbung nicht ausreichend in den Mittelpunkt gestellt. Der Einsatzgrad von
betriebswirtschaftlichen Analyseinstrumenten zur Effizienz- und
Effektivitätsmessung ist nach wie vor relativ gering.
Angesichts dieser Tatsache muss die Mediaplanung nicht nur unter
Effizienzaspekten erfolgen, sondern zunehmend auch unter Effektivitätsaspekten.
Das heißt, neben die Betrachtung des Preis-Leistungsverhältnisses tritt der
Werbewirkungsaspekt in den Mittelpunkt. Jedoch existieren bislang keine Methoden
die Werbewirkung zu pro-gnostizieren. Auch lassen sich Imageveränderungen und
kaufauslösende Impulse einer Werbekampagne nicht vorhersagen (Vgl. Kloss, I.
2003, S. 100). Deshalb muss Werbung sowohl im Hinblick auf ökonomische als auch
kommunikative Ziele beurteilt werden, die erreicht werden sollen.
Besonders die Werbewirkungsebene wird neben den Effizienzaspekten immer
wichtiger, wobei hinterfragt wird, ob auf der Wirkungsebene etwas bewirkt wurde.
So ist eine Werbekampagne erst dann effektiv, wenn durch den Mitteleinsatz eine
tatsächlich bessere Kampagnenleistung erschlossen werden kann (Vgl. Kloss, I.
2003, S. 174)
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